Schulter

Schulterschmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben.

Der Schulterengpass oder auf Neudeutsch Impingement ist eine der häufigsten Ursachen. Da es zwischen dem Schulterdach und der Oberarmkugel recht eng zugeht, kommt es letztlich über die Reibung zu einer Entzündung. Dies kann sogar so weit gehen, dass die dazwischen liegenden Sehnen in Mitleidenschaft gezogen werden. Im schlimmsten Fall werden die Sehnen komplett weggescheuert, was sehr schmerzhaft sein kann und auch zu einer Unfähigkeit den Arm anheben zu können führen kann. In diesem Zusammenhang ist auch die Kalkschulter zu nennen. Hier bildet sich Kalk in den Schultersehnen. Wahrscheinlich auch durch Reibung ausgelöst.Kalkschultern führen häufig zu besonders starken Schmerzzuständen.

Am Schulterengpass kann auch eine Abnutzung bzw. Arthrose des Schultereckgelenkes beteiligt sein. Diese kann aber auch eigenständig schmerzhaft sein.

Die eigentliche Arthrose des Schultergelenkes macht sich ebenfalls durch Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung bemerkbar.

Natürlich treten Schmerzen auch bei Verletzungen auf. So kann man sich die Sehnen an der Schulter auch abreissen. Die Schulter kann regelrecht auskugeln und das Schultereckgelenk kann gesprengt werden.

Die meisten Ursachen für Schulterschmerzen lassen sich nach einem Gespräch, einer körperlichen Untersuchung, einer Ultraschalluntersuchung und einem Röntgenbild ziemlich genau zuordnen. Nicht selten Bedarf es aber doch auch einer kernspintomografischen oder auch computertomografischen Untersuchung.

Die Behandlung zielt erst einmal auf die Verringerung der zumeist entzündlich bedingten Schmerzen. Dies funktioniert sehr gut mit entzündungshemmenden Tabletten, Spritzen und physikalischen Maßnahmen. In einem zweiten Schritt kann mit einem krankengymnastischen Übungsprogramm versucht werden den Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkugel zu vergrößern bzw. das Gelenkspiel zu verbessern. Insbesondere bei schon erlittenen Sehnenschädigungen, sollte auch eine Stoßwellentherapie in Erwägung gezogen werden. Aber auch bei Kalkschultern führt die Stoßwellentherapie zu einer dauerhaften Beschwerdelinderung. DIese kann nachweislich die Sehnenreparatur beschleunigen. Bei langandauernden Beschwerden, aber auch bei fortgeschrittenen Sehnenschädigunen kann man das Problem auch zuverlässig mit einer Operation lösen. Diese Eingriffe erfolgen zumeist schlüssellochchirurgisch. Die Nachbehandlung ist zugegebenerweise etwas aufwendig, aber es ist danach mit einer dauerhaften Besserung zu rechnen. Dieses gilt insbesondere für Sehnenrisse und auch die o.g. Verletzungen. Sollte sogar einen fortgeschrittene Arthrose des Hauptgelenkes oder ein großer Sehnenschaden mit Funktionslosigkeit des Armes und Dauerschmerzen vorliegen, ist ein künstliches Schultergelenk eine sehr gut funktionierende Möglichkeit, dass Problem zu lösen. Hier hat sich in den letzten Jahren Entscheidendes getan und die Ergebnissen sind sehr gut.

 

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