Osteophatie

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine Heilmethode, die Ende des 19. Jahrhunderts in den U.S,A. entwickelt wurde, also garnicht so neu ist. Begründer war Herr Still, ein Baptistenprediger, interessanterweise aber auch ein Arzt und Chirurg, nach damaligem Verständnis. Auslöser für seine neue Heilmethode waren einerseits spirituelle Motive, aber auch ein gewisse Unzufriedenheit mit den damaligen Therapien. Auf eine einfache Formel heruntergebrochen, hat er eine Heilmethode entwickelt, die sich der Hände bedient, um alle Formen der Gesundheitsstörungen zu erfassen und auch zu behandeln. In der Folge haben sich unterschiedliche Strömungen entwickelt, so dass man heute ähnlich wie in der Schulmedizin von Fachrichtungen sprechen kann. Man unterscheidet grob die craniosakrale, die viszerale und die parietale Osteopathie. Maßgeblich an der Entwicklung der craniosakralen Osteopathie beteiligt war Herr Uppledger, ein direkter Schüler von Herrn Still. Die viszerale Osteopathie wurde sehr intensiv im französischem Raum entwickelt, denn schon früh schwappte diese Heilmethode nach Europa herüber, mit Ausnahme von Deutschland.

Wenn man sich etwas intensiver mit der Osteopathie und anderen Heilmethoden, die sich im Wesentlichen der Hände bedienen, beschäftigt, dann stellt man fest, dass es eine Menge Überschneidungen gibt. So finden sich in der Chiropraxis viele Techniken, die es in ähnlicher Form auch in der parietalen Osteopathie gibt. Überhaupt ist bei Beiden der Impulsgedanke gleich. Auch die Schulmediziner haben sich in ihren Anfängen ja sehr stark ihrer Hände bedient. Um die Tatsache, dass ein gesundheitliches Problem seinen Ursprung an einer ganz anderen Stelle haben kann, als dem, wo man das Problem empfindet, ist ja nun auch der Schulmedizin nicht fremd. Somit betrachten wir die Osteopathie eher als eine Ergänzung, als einen weiteren Pfeil im Köcher, und nicht als Konkurrenz.

Im deutschen Sprachraum ist die Osteopathie noch nicht so lange etabliert und es gibt letztlich auch keine einheitliche Ausbildungsordnung. Somit wird man viele osteopathisch tätige Menschen stoßen, die einen unterschiedlichen Hintergrund haben. Eine Form der osteopathischen Ausbildung, ist die zum ärztlichen Osteopathen. Eine solche habe ich in den letzten Jahren durchlaufen und darf mich somit M.D.O., Medical Doctor of Osteopathy, nennen. Innerhalb der Osteopathie beschäftige ich mich am liebsten mit der parietale Osteopathie und den Impulstechniken. Insbesondere die obere Halswirbelsäule mit dem Übergang des Schädels zu derselbigen hat es mir angetan. Hier sei speziell der Atlas erwähnt, den ich persönlich für sehr wichtig erachte. Sollten Sie also unter immer wiederkehrenden Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen, Schwindel und ähnlichen Unannehmlichkeiten leidern, kann ich ihnen vielleicht helfen. Eine solche Behandlung dauert etwa 30 Min. und kostet zwischen 80,00 und 100,00 Euro. Sehr viele Krankenkassen erstatten ihnen diesen Betrag.